Update: 13.09.2022 www.euroleps.ch
Setina aurita (ESPER, [1787])Gelber Alpen-Flechtenb Noctuoidea
Erebidae
Arctiinae
Lithosiini
Schweiz
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  • Falter / Adults
  • Setina aurita: Bild 1 Setina aurita: Bild 2 Setina aurita: Bild 3 Setina aurita: Bild 4 Setina aurita: Bild 5 Setina aurita: Bild 6 Setina aurita: Bild 7 Setina aurita: Bild 8 Setina aurita: Bild 9 Setina aurita: Bild 10 Setina aurita: Bild 11 Setina aurita: Bild 12 Setina aurita: Bild 13 Setina aurita: Bild 14 Setina aurita: Bild 15 Setina aurita: Bild 16 Setina aurita: Bild 17 Setina aurita: Bild 18
  • Ei-Raupe-Puppe / Preimaginal Stages
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  • Habitat
  • : Bild 1 : Bild 2 : Bild 3 : Bild 4
  • Raupenpflanzen / Plants
  • : Bild 1
  • Verbreitung / Range
  • Endemisch im Alpenraum

    CH: Alpen (nicht im Jura)
  • Biologie / Life History
  • Flugzeit: 4-9

    Höhenverbreitung: 400-3300m

    Lebenszyklus: Die Raupen überwintern in fortgeschrittenem Entwicklungsstadium, in hohen alpinen Lagen 2-3 Mal.

    Habitat: alpine sonnenexponierte felsdurchsetzte Rasen.

    Biologie: Raupen gern unter Steinen

  • Systematik / Systematology
  • Erstbeschreib
    Die Schmetterlinge in Abbildungen nach der Natur. Vierter Theil. Erster Band: 102, pl. XCIV
    Artmerkmal
    - Flügel nicht hyalin, kräftig orange
    - Tiere hoher Habitate m.o.w. stark gestreift
    - tagaktiv: Kommt nicht ans Licht
  • Literatur
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    VORBRODT, K. & MÜLLER-RUTZ, J. (1914, Band 2):

    1264. aurita Esp. — Sp. III, T 72 — Stz. II, T 11 — B. R. T 49.
    I. Typus. Diese Art ist auf die Alpen Tirols, der Schweiz und Frankreichs beschränkt. Sie beginnt schon tief (im Rhonetal zahlreich bei Saillon 522 m, V.), geht aber bis nahe an 2400 m (Albula, Honegg.). Flugzeit von Ende März bis im Oktober, in 1-2 Generationen, je nach der Höhenlage. Sehr grosse Tiere mit feurigem Orange und grossen, schwarzen Flecken fand ich im Tessin und Misox. U. 0. W. S. G.
    a) fuliginosa Blach. — Bull. Soc. lep. Geneve Vol. II, PI. 1.
    Die Grundfarbe ist hell kaffeebraun, die Punktierung grau.
    b) sagittata Ratz. — Sp. III, T 72 (trans!).
    Eine, bei frischen Stücken, tiefer gelbe Form; charakterisiert dadurch, dass die mittlere Punktreihe mit den Saumflecken durch pfeilartige Striche verbunden ist. Le Prese (Stierl.), Gondo, Iselle, Crevola (Ratz.), Calancatal, Giornico (V.), Martigny, Branson (W.), Plan-Cerisier (Favre).
    c) transiens Stdg. 4281 a — Stz. II, T 11.
    Die beiden inneren Fleckenreihen derVfl sind verbunden. Albula (Kill.), Giornico, Calancatal, Berisal, Martigny, Saillon (V.), Fully, Branson (W.), ein sehr schönes Stück aus dem untern Visptal (Püng.), Simplon (Bent.).
    II. imbuta Hb. 109/10 — Esp. XCIV — Stz. II, T 11 - Sp. II, T 72 — B. R. T 49.
    Die Zwischen strahlen der vorigen Form sind nach der Flügelwurzel hin verlängert, erreichen aber die Saumpunkte nicht. Promontogno (Uffeln), Simplon (V.), Gadmen (St.), Murren (Liitschg), Fusio (Fontana) und sicher noch an manchen Orten, aber von den Sammlern mit der nachfolgenden Form zusammengeworfen.
    d) ramosa Fab. — Stz. II, T 11.
    Breite, schwarze Längsstrahlen verbinden die Vfl-Wurzeln mit den Saumpunkten, auch die gelbe Grundfärbung ist oft überschwärzt. Diese Form vertritt den Typus in den höheren Lagen, fliegt aber auch gelegentlich neben ihm. Höhenverbreitung etwa zwischen 1500 und 2900 m (Piz Padella 2860 m. Kill.). U. 0. W. S. G.
    e) pallens Mill. — Ic. Pl. 109 — Stz. II, T 11.
    Eine ganz blasse, beinahe weissgelbe, oft auch kleinere Form; in der Zeichnung der Längsstrahlen entspricht sie meist imbuta Hb., seltener ramosa Fab. Sie findet sich in den allerhöchsten Lagen, nahe der Schneegrenze, so auf dem Gornergrat als vorherrschende, aber nicht einzige Form. Ich habe dieselbe aber auch in tieferen Lagen gefunden, so im Gadmental und am Simplon (V.); Geierina (Kill.), Piz Linard, Gemsfreiheit (Thom.).
    f) catherinei Obthr. (=fumosa Heyd. = brunnea Cath.) — Bull. S. E. France 1908, p. 221 — Stz. II, T 11.
    Die Grundfarbe ist kaffeebraun; die Zeichnung der Längsstrahlen entspricht imbuta Hb. Chamonix im VIII. 1907 (Cath.), bei Pontresina in einigen Stücken im VII. 1908 (Heyder), Simplon (Benteli, Bayer), Centovalli (Ratz.), Campolungo 10. VII. 1906 (V.), Sils-Maria (Frey).
    Die Raupe der aurita Esp. — Sp. IV, TU — lebt fast das ganze Jahr hindurch an Flechten von Felsen, Steinen und Trockenmauern. Im Wallis und Tessin sind schon im Januar-Februar erwachsene Raupen zu finden.
    Die der ramosa Fab. — Sp. IV, T 11 — ist kleiner, tiefer schwarz und heller gelb gefleckt. Rühl erzog aus Raupen, die er an nassen Felsen gesammelt hatte, nur die Form ramosa Fab. , während die an trockenen, dürren Stellen gefundenen nur aurita Esp. ergaben. Die Verpuppung erfolgt, oft zahlreich beieinander, in einem leichten Gewebe unter Felsleisten, Felsenritzen, Steinen u. s. w. Die Puppenruhe dauert 4 Wochen.
    E. Soc. Ent. I, No. 10 — Sp. 11, 147 — Stz. II, 60 - Frio. II, 195 — Favre 83 — Lamp. 284, T 82 — Ann. S. E. France 1864, p. 401 — B. R. 437.
  • Quellen
  •  
  • Pro Natura (Hrsg.) (2000): Schmetterlinge und ihre Lebensräume. Schweiz und angrenzende Gebiete. Band 3 650, Tafel 28: 1a-aa
  •  
  • Schmid, J. (2007): Kritische Liste der Schmetterlinge Graubündens und ihrer geographischen Verbreitung. Grossschmetterlinge 'Macrolepidoptera'. Eigenverlag, Ilanz. 94pp 65: 10512
  •  
  • SwissLepTeam (2010): Die Schmetterlinge (Lepidoptera) der Schweiz: Eine kommentierte, systematisch-faunistische Liste. — Fauna Helvetica 25. Neuchâtel (CSCF & SEG) Nr. 10512
  • Vorbrodt, K. & Müller-Rutz, J. (1913-1914): Die Schmetterlinge der Schweiz. Band 2 (inkl. 2. Nachtrag) - Druck und Verlag K.J.Wyss, Bern 210
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