Update: 01.08.2022 www.euroleps.ch
Eupithecia venosata (FABRICIUS, 1787)Geschmückter Taubenkropf-Blütenspanner, Netted PugGeometroidea
Geometridae
Larentiinae
SchweizPortugal
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  • Falter / Adults
  • Eupithecia venosata: Bild 1 Eupithecia venosata: Bild 2 Eupithecia venosata: Bild 3 Eupithecia venosata: Bild 4 Eupithecia venosata: Bild 5 Eupithecia venosata: Bild 6 Eupithecia venosata: Bild 7 Eupithecia venosata: Bild 8 Eupithecia venosata: Bild 9 Eupithecia venosata: Bild 10 Eupithecia venosata: Bild 11 Eupithecia venosata: Bild 12 Eupithecia venosata: Bild 13 Eupithecia venosata: Bild 14 Eupithecia venosata: Bild 15 Eupithecia venosata: Bild 16 Eupithecia venosata: Bild 17 Eupithecia venosata: Bild 18
  • Ei-Raupe-Puppe / Preimaginal Stages
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  • Habitat
  • : Bild 1
  • Raupenpflanzen / Plants
  • : Bild 1 : Bild 2
  • Verbreitung / Range
  • SW-Europa bis Ural

    CH: ganze Schweiz
  • Biologie / Life History
  • Flugzeit: 5-8

    Höhenverbreitung: - 2200 m

    Lebenszyklus: 1 Gen. / Jahr. Die Puppe überwintert bis 3x.

    Habitat: Überall, wo auch Silene vulgaris in grösseren Beständen vorkommt: trockene Schotterflächen, Felsspalten, Halbtrockenrasenbereiche mit heraustretenden Felsen, trockene Weg- und Strassenränder. Bevorzugt auf Kalk. Hohe Populationsdichten sind dort zu finden, wo Felsen oder Gebüsch die Horste der Silene vulgaris gegen scharfe Winde und größere Niederschläge abschirmen. In Horsten ganz frei stehender Silene vulgaris findet man kaum eine Raupe.

    Nachweismethode: Nächtliche Suche der Raupe im Juli

    Biologie: Eiablage ab der Dämmerung die ganze Nacht hindurch. Dabei legt das Weibchen jeweils nur ein Ei an den Kelch der meist noch knospigen Blüte. Aus dem Ei geschlüpft, bohrt sich die am Tage schlüpfende Raupe sofort in den Blütenkelch ein. In der Blüte ernährt sich die Jungraupe von Staubgefäßen und Stempel. Sie erreicht so schnell das dritte Larvalstadium. Danach wechselt sie nachts in einen neuen Kelch, der dann zumeist schon die noch grünen Samen in der Kapsel in seinem Innern birgt. Stößt sie auf ihrem Weg dabei auf andere Raupen - selbst grössere Eulenraupen - so werden diese angegriffen und verzehrt. Die Raupen sind erwachsen, wenn die Samen in den Nelkenkapseln zu reifen beginnen und eine braune Färbung annehmen: im Flach- und Hügelland von Ende Juni bis Mitte August und im Alpenraum je nach Höhenlage von Mitte Juli an bis Ende August. Die Puppe ruht in einem lockeren Gespinnst aus Erdkrumen und trockenen Pflanzenteilen, zumeist direkt am Pflanzenhorst, unmittelbar unter der Erdoberfläche.
    Die Zucht von E. venosata ab ovo ist problematisch, da die Raupen voneinander getrennt untergebracht werden müssen, damit sie sich nicht gegenseitig auffressen.

  • Systematik / Systematology
  • Erstbeschreib
    Mantissa insectorum: sistens eorum species nuper detectas, adiectis characteribus genericis, differentiis specificis, emendationibus, observationibus. Tom. 2: 209
    Ersttaxon
    Phalaena venosata
    Artmerkmal

    Spannweite 20-24mm
    Grundfärbung beingelb bis bleichbeige, frisch oft bräunlich überflogen.
    Im Unterschied zu E. schiefereri durchläuft auf den Vorderflügeln die wellenförmige Mittellinie den mondförmigen Mittelfleck.

    1. E. venosata

    2. E. schiefereri
    (nach WEIGT)

    Raupenmerkmale
  • Kopf einfarbig tiefschwarz
  • Literatur
  •  
    VORBRODT, K. & MÜLLER-RUTZ, J. (1914):
    1050. venosata F. — 8p. III, T 70 — B. R. T 43 — Dietze, Eupith. T 71. Von der Ebene bis in etwa 2200 m Höhe sehr weit verbreitet, aber nicht gerade häufig. Flugzeit von Mai bis August, je nach der Höhenlage. St. Gallen (M.-R.), Bruggen (Gröbli), Frauenfeld (Wehrli). Zürich (Hug.). Trichterhausen, Fällanden (Rühl), Lenzburg, Aarburg (W.), Bechburg (R.-St.), Liestal (Seiler), Chasseral (CouL). Neuenburgerjura (Roug.). Burgdorf (Müller), Büren (Ratz.), Bern (V.), Gadmen (St.). Freiburg (T. de G.), Pt. Saconnex (Mong.), La Croix, Branson. Mt. Ravoire, Mt. Chemin (W.), Sion, Sierre (Paul), Zermatt, Riffelalp (Püng.). Brig, Simplon (Favre). Arniberge (Hoffm.). Bergell (Bazz.), St. Moritz nicht gerade selten, Pontresina (Püng.). Tarasp (Kill.), Davos (Hauri). Chur (Call.), Igis, Landquart am Licht (Thom.). Die Raupe — Dietze, Eupith. T 18 — lebt im Juni-Juli in den Blüten und Samen von Silenen- und Lychnis-Arten, Pastinaca und Pimpinella. Man erhält sie durch Klopfen in den Schirm. Sie verpuppt sich im August zwischen den Wurzeln der Futterpflanze. E. Sp. n, 72 — Roug. 243 — Frio. III, 55 — Favre 305 — B. R. 365 — Schmett. Westf. 122.
  • Quellen
  • Ebert, G. (Hrsg.) (2001): Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 9: Nachtfalter VII (Geometridae) - Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 145
  • Koch, M. (1976): Wir bestimmen Schmetterlinge - Verlag Neumann-Neudamm, Melsungen. Band IV 2. Aufl. 164, Nr.225
  • Mironov Vladimir (2003): The Geometrid Moths of Europe - Volume 4. Apollo Books 115, Nr. 43
  • Schmid, J. (2007): Kritische Liste der Schmetterlinge Graubündens und ihrer geographischen Verbreitung. Grossschmetterlinge 'Macrolepidoptera'. Eigenverlag, Ilanz. 94pp 52
  • SwissLepTeam (2010): Die Schmetterlinge (Lepidoptera) der Schweiz: Eine kommentierte, systematisch-faunistische Liste. — Fauna Helvetica 25. Neuchâtel (CSCF & SEG) Nr.8502
  • Vorbrodt, K. & Müller-Rutz, J. (1913-1914): Die Schmetterlinge der Schweiz. Band 2 (inkl. 2. Nachtrag) - Druck und Verlag K.J.Wyss, Bern 109, Nr. 1050 (als Tephroclystia venosata)
  • Weigt, Hans-Joachim (2002): Die Blütenspanner Mitteleuropas, 3 CD's, Eigenverlag CD2 Nr. 28
  • pieris.ch
  • Lepiforum
  • Raupenkalender Geometridae der Schweiz
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